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Das Genre der
Flugzeugsimulatoren, besonders diejenigen Spiele, die an die alten
Arcade-Zeiten erinnern, hat in dem letzten Jahr einen großen
Aufschwung erfahren. Neben großen Titeln mit hohen Kosten und
Anforderungen an den Rechner sind auch preisgünstigere Spiele
in den Regalen der Kaufhäuser zu finden. Death Strike
gehört zu diesen und bietet für wenig Geld und mit
sehr geringen Systemanforderungen ein paar Stunden Spielspaß.
Gameplay
Ganz ohne Intro oder Tutorial
wird man in das Cockpit eines bereits fliegenden Kampfjets versetzt. In
einem einseitigen PDF auf der CD wird die Steuerung des Spiels
erklärt, die sich nicht sonderlich von anderen Spielen des
Genres unterscheidet. Zum Steuern verwendet man die WASD-Tasten, Q und
E regeln den Schub des Flugzeuges und mit TAB kann zusätzlich
ein Turbo eingeschaltet werden. Die Tasten 1 bis 3 regeln den Zoom des
Radars, das man im Spiel jedoch nie anrührt. Die Maus
verwendet man ebenfalls zum Lenken, mit der linken Maustaste bringt der
Spieler die Waffen zum Sprechen, während die rechte Maustaste
zwischen den drei im Spiel verfügbaren Waffen schaltet.
Zuletzt bleibt die LEERZEICHEN-Taste, die Abwehr gegen Lenkraketen
abfeuert. Gedanken über Joysticksteuerung braucht man sich
nicht zu machen, diese werden nicht vom Spiel erkannt, die
Tastenbelegung lässt sich ebenfalls nicht verändern.
Die Steuerung, die nach Arcade-Stil unrealistisch programmiert worden
ist, (zum Beispiel das Auto-Ausrichten des Flugzeuges) lässt
sich jedoch gut bedienen.
Die Geschichte des Spiels wird in
einem kurzen Text am Anfang des Spiels erwähnt: Die
Terrororganisation NWO plant, einen Atomkrieg anzufangen, um die
Weltherrschaft an sich zu reißen. Von der Luft aus soll der
Spieler alle Pläne dieser Gruppe verhindern, durch
Zerstörung von Transportwagen, Panzern, Schiffen,
Munitionsfabriken und am Ende sogar ein paar Atomraketen. Gegen unser
Eingreifen wehren sich nicht nur die Panzer; Infanteriesoldaten mit
Raketenwerfern verteidigen wichtigen Stellungen, Hubschrauber
versuchen, alles was fliegt abzuknallen und Kampfflugzeuge weigern
sich, friedlich aus dem Weg zu fliegen.
Die zehn Levels lassen sich in
der einfachen Schwierigkeitsstufe innerhalb weniger Stunden
durchspielen, in der normalen Schwierigkeitsstufe kommt man allerdings
ins Schwitzen. Nicht nur muss man ein gutes Gleichgewicht zwischen den
verschiedenen Waffen finden, um am Ende der Mission noch mit einem Rest
an Munition anzukommen, die Aufträge müssen schnell
absolviert werden, da die aktuell hohen Spritkosten auch das
Militär stören und man nicht sonderlich viel Benzin
im Tank hat. Vom Rest des Spiels herausgehoben sind die zielgesteuerten
Raketen. Man kann diesen zwar sehr geschickt ausweichen, aber sie
drehen auch einmal im Kreis und treffen den Spieler von hinten,
während man auf das Ziel vor sich aufpasst. Sollten solche
Raketen in der Luft sein, bekommt man eine Meldung in der unteren
Hälfte des Bildschirmes, mit einer zusätzlichen
akustischen Warnung für die weniger aufmerksamen Spieler.
Grafik
Das On-Screen-Display der
Flugmaschine ist in Death Strike zwar spärlich, aber
übersichtlich eingerichtet. Links oben befindet sich ein Radar
mit drei Zoomstufen. Darauf werden nicht nur Boden- und Luftziele durch
unterschiedliche Farben gesondert markiert, auch Raketen bekommen eine
eigene Farbe. Zusätzlich wird dort die Richtung und Entfernung
des nächsten Navigationspunktes eingezeichnet. Links unten
wird die noch verfügbare Munition für die Bordkanone,
die ungelenkten und gelenkten Raketen sowie für die
Gegenmaßnahmen dargestellt. Zusätzlich werden dort
der Zustand des Flugzeuges und die Spritmenge angezeigt. Rechts wird
die Höhe des Flugzeuges angegeben. Dieser Wert zeigt jedoch
keine absolute Höhe des Flugzeuges an, sondern den Abstand vom
Flugzeug zum Boden. Wie man sich denken kann, gibt es eine maximale
Höhe, die man erreichen kann; fliegt man über ein
Tal, so senkt sich das Flugzeug von alleine. Ein Fadenkreuz in der
Mitte des Bildschirmes zeigt, auf was man gerade zielt.
Die Grafik des Spiels erscheint
zwiespältig. Die Modelle sind durchaus genau und mit
ausreichend Details versehen, die Landschaft ist jedoch ganz ohne Liebe
zusammengestückelt und mit langweiligen Texturen versetzt
worden. Die wenigen Bäume, die alle paar Kilometer zu sehen
sind, erhöhen diesen Eindruck. Nirgends sind Straßen
oder Häuser zu sehen, wenn man diese nicht zerstören
muss. Fauna ist im Spiel überhaupt nicht existent. Der
Horizont besteht aus 2D-Bildern, die jeden Winkel überspannen.
Obwohl mit Rauch und Wolken versucht wird, den Eindruck der Grafik zu
verbessern, muss man diese als veraltet bezeichnen, wenn auch
für dieses Budgetspiel ausreichend.
Sound
Während die Texte des
Spiels ein Mischmasch aus Deutsch und Englisch verwenden, entschied
sich der deutsche Entwickler Mission-Failed, alle Meldungen im Spiel
auf Englisch zu diktieren. Interessanterweise sind die
Freudenausdrücke in dem nicht ganz akzentfreien Englisch nicht
jugendfrei, was man eher von einem Gangsterspiel als von einem
Arcade-Flieger erwarten würde. Während der Missionen
wird man also mit Sprüchen wie "Go to hell, shit" und "Yeah,
take this, you fuck" konfrontiert, was das Spiel für die
Jüngeren ungeeignet macht. Zusammen mit der Midi-Musik, die im
Hintergrund ertönt, macht die Soundkulisse des Spiels einen
für dieses Budgetspiel ausreichenden Ausdruck.
Fazit
Es ist schwierig, ein
Budgetspiel mit einem Blockbuster desselben Genres zu vergleichen, der
über das Doppelte kostet. Es wäre deshalb falsch,
Death Strike mit Heroes
of the Pacific zu vergleichen. Für 15 Euro erkauft
man sich mit Death Strike zehn Missionen in zwei Schwierigkeitsstufen
mit niedrigem Grafikdetail. Man darf weder große und
spannende Dogfights am Himmel erwarten noch die Zerstörung
komplexer Ziele, wie Brücken oder Konvois. Obwohl man vier
verschiedene Flugzeuge fliegt, bemerkt man keinen Unterschied bei der
Steuerung. Wer nur 15 Euro besitzt und unbedingt einen
Arcade-Flugsimulator kaufen möchte, kann hier zugreifen, das
Konzept des Spiels ist durchaus durchdacht. Findet man jedoch noch ein
paar Münzen unter dem Sofa, sollte man sich vor dem Kauf
andere Budgetspiele anschauen, wie zum Beispiel Wings
over Vietnam.
(23.03.2006)
Systemanforderungen:
- Windows 98, ME, 2000 oder XP
- Prozessor 800 MHz
- 128 MB RAM
- 100 MB freier Festplattenspeicher
- DirectX 9 kompatible Grafikkarte
- DirectX 9 kompatible Soundkarte
- Tastatur und Maus
| Entwickler: |
Mission-Failed |
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| Publisher: |
IncaGold |
| Genre: |
Arcade Flugsimulator |
| Releasedate: |
Bereits erhältlich |
| Homepage: |
keine |
| Preis: |
14,99 € |
| Altersfreigabe: |
Freigegeben ab 12 Jahren
gemäß §14 JuSchG |
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